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RoteMännerInfo
das kulturpolitische E-Magazin

Die Geschichte der RotenMänner begann Mitte 2001 mit dem RoteMännerManifest. Dieses Manifest ist bis heute die politisch-sachliche Grundlage der RotenMänner. Eines aber kam anders als im Sommer 2001 geplant: Die RotenMänner sollten nach dem Willen ihrer Initiatoren ein kleines, unbeugsames antifeministisches "Dorf" innerhalb einer Partei, der SPD, werden. Dies wird im Manifest noch klar deutlich, etwa in dem Untertitel "Sozialdemokraten kritisieren feministische Einseitigkeit ihrer Partei". Recht bald stellte sich heraus, dass die Bereitschaft sozialdemokratischer Männer, sich zu einer solchen Kritik zu bekennen, ähem ... nicht wirklich vorhanden war. Um den gedanklichen Zusammenhalt dennoch nicht abreißen zu lassen, wurde im Spätsommer 2001 das RoteMännerInfo ins Leben gerufen.

Was als sporadisch kommentierte Dokumentation von Funden aus Internet, Foren und anderen Medien begann, entwickelte sich qualitativ weiter. Diese Entwicklung wird überdeutlich, wenn man die ersten RoteMännerInfos des Jahres 2002 mit denen wenig später vergleicht. Man mag daher die ersten acht, neun Ausgaben getrost als - anfangs noch unbeholfene - Übungen sehen! Entsprechend der Fortentwicklung zu einer feminismuskritischen Medienanalyse stieg der Anteil der Leser deutlich. Übrigens auch der Leserinnen! Mütter von Söhnen, die nicht wollen, dass ihren Jungs später mal ein Ring durch die Nase gezogen wird wie vielen heutigen Trennungsvätern, gehören ebenso zum Empfängerkreis des RoteMännerInfos wie sogenannte "Zweitfrauen" von ruinierten Scheidungskrüppeln - oder schlicht solche Frauen, die sich das eigenständige herrschaftskritische Denken so wenig abgewöhnen ließen wie eine gewisse Vorliebe für Satire, Ironie und Polemik.

Der Autor Arne Hoffmann nannte das RoteMännerInfo eine "Mischung aus 'taz' und 'Titanic'". Wir fühlen uns geschmeichelt. Die Ernsthaftigkeit des RoteMännerManifests ist teilweise auf der Strecke geblieben. Das RoteMännerInfo will Kritik üben, Benachteiligung von Männern benennen und den Feminismus - jedenfalls seine besonders dämlichen Spielarten - als neue antiemanzipatorische Form von Ideologie kenntlich machen. Wir legen dabei Wert darauf, nicht in die leider häufige Weinerlichkeit der Männer- und Väterszene einzustimmen. Wir wollen uns bei aller Benachteiligung als Scheidungsopfer und Trennungsväter die gute Laune nicht versauen lassen! Erst wenn dies gelänge, hätten die Femitessen und Kampfmatronen ihr Ziel wirklich erreicht. Wir plädieren dafür, stets auf die schönen Seiten des Lebens zu schauen. Auch wenn eine Scheidung uns gerade das letzte Hemd auszieht. Allerdings plädieren wir auch dafür, diese Konsequenzen gescheiterter Beziehungen für Männer mit Zähnen und Klauen und Engagement zu bekämpfen!

Den parteipolitischen Ehrgeiz haben wir uns abgeschminkt, den Namen und eine gewisse politisch linksliberale und undogmatisch-sponaneistische Grundhaltung haben wir behalten. Die SPD ist vermutlich nicht zu retten. Aber wir sind es.

Allen Interessierten wünschen wir Spaß und die eine oder andere Erleuchtung beim Lesen!

Und zu guter Letzt mit dem Ausdruck des Bedauerns der Hinweis, dass jedenfalls bei älteren Infos die meisten Links nicht mehr stehen dürften.
 

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